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20.09.2022: Kriegerische Rhetorik 2100 erschienen.
03.08.2022: Innere Rhetorik 2100 erschienen ...
03.05.2022: Emotionale Rhetorik im Leben und rund um den Tod 2100 ist erschienen.

Trinkgeld

Abgrenzung:

Im Gegensatz zu einer Spende wird ein Trinkgeld dann gegeben, wenn eine Gegenleistung erfolgt.
Deshalb ist es in der Dienstleistung üblich, die erbrachte Leistung durch ein Trinkgeld wertzuschätzen.

Herkunft:

Die genaue Herkunft ist nicht gesichert. Je nach Quelle wird das 14. bis 16. Jahrhundert als ‚Entstehung’ des Trinkgeldes angesehen. Drei wahrscheinliche Entstehungs-Geschichten sind diese:

  1. Trinkgeld kommt von Trankgeld. Reitende gaben den Stallknechten ein Trankgeld, damit diese ihr Pferd versorgen konnten.
  2. Gäste in englischen Gaststätten gaben den Kellnern ein Trinkgeld, damit diese nach Feierabend ebenso etwas trinken konnten.
  3. Feudalherren warfen den Bauern Münzen zu, um sich deren Gunst zu versichern.

Vielleicht waren auch alle drei Vorgehensweisen die Ursprünge des heutigen Trinkgeldes.
In Deutschland war es bis zu Einführung der Mehrwertsteuer üblich, in der Gastronomie auf den Rechnungsbetrag ein so genanntes Bediengeld zu entrichten. Die Beschäftigten in Hotellerie und Gastronomie lebten hauptsächlich von diesem Bediengeld, da der eigentliche Lohn relativ gering war. Ab dem Jahr 1968 galt dann der auf der Speisekarte verzeichnete Preis inklusive Umsatzsteuer und Bedienungsgeld. Die Mitarbeiter erhielten einen etwas höheren Grundlohn, der aber das fehlende Bediengeld nicht ausgleichen konnte. Auch weiterhin war es üblich, auf den Rechnungsbetrag ein Trinkgeld aufzurechnen.

Teilweise aus: ‚Der kleine Gastro- und Tischsitten-Knigge 21002100’  und ‚Der kleine Gesellschafts- und Freunde-Knigge 2100 2100’